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Recht / Zivilrecht 
Montag, 21.06.2021

Flugannullierung wegen Insolvenz des Veranstalters - Keine Entschädigung

Wenn ein Flug annulliert wird, weil der Reiseveranstalter insolvent ist, besteht gegenüber der Fluggesellschaft kein Anspruch auf Zahlung einer Entschädigung gemäß der Fluggastrechteverordnung. Insofern besteht keine Verantwortlichkeit der Fluggesellschaft. Das entschied das Landgericht Frankfurt (Az. 2-24 O 104/20).

Die Kläger hatten eine Pauschalreise nach Mexiko gebucht. Ein paar Wochen vor Reisebeginn teilte der Veranstalter ihnen mit, dass die Reise aufgrund der eigenen Insolvenz nicht stattfinden könne. Von der Airline forderten die Urlauber daraufhin eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung, die Urlauber für Flugausfälle und lange Verspätungen entschädigen soll.

Das Gericht wies die Klage ab. Ihnen stehe gegen die Fluggesellschaft kein Anspruch auf Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung (VO) zu. Es bestehe kein Entschädigungsanspruch, wenn eine Pauschalreise aus anderen Gründen als der Annullierung des Fluges annulliert werde. Das sei hier der Fall. Die Fluggesellschaft habe den Grund der Annullierung nicht zu verantworten und sei daher auch nicht entschädigungspflichtig. Der Flug wäre für sich betrachtet ausführbar gewesen. Er habe lediglich wegen der Insolvenz der Reiseveranstalterin nicht stattgefunden.

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